Vorgeschichte

Der Güterbahnhof West wurde um die Jahrhundertwende 1899/1900 zunächst als Durchgangsbahnhof gebaut. Zum Ende des 2. Weltkrieges wurde der Güterbahnhof stark bombardiert. Neben der bahnspezifischen Nutzung zum Umschlag von Stück- und Massengütern wurden Teilbereiche schon in frühen Jahren vermietet. Diese Flächen dienten vor allem dem Handel mit Brennstoffen (zunächst Kohle, nach dem 2. Weltkrieg verstärkt Heizöl) und der Lagerung von Baustoffen und Schrott.

Nach der weitgehenden Stilllegung des Güterbahnhofs wurden die bahntypischen Einrichtungen zurückgebaut und ein Großteil des Geländes wurde seit den 80er Jahren als Abstellfläche für Fahrzeuge der US-Army genutzt.

Güterbahnhof West im Betrieb (vor 1980)

Seither bemühte sich die Landeshauptstadt Wiesbaden um die Umnutzung der Brachflächen zu einem neuen Wohnviertel. Die SEG beschäftigt sich seit 2002 mit dieser Aufgabe. Im Dezember 2005 hatte sie die wichtigsten Grundstücke erworben und den Städtebaulichen Vertrag mit der Landeshauptstadt Wiesbaden abgeschlossen.